Mardervergrämung
Marder erfolgreich zu vergrämen bedeutet, Zugänge zu blockieren, Reize zu setzen und Rückzugsorte unattraktiv zu machen. Ziel ist eine dauerhafte Verhaltensänderung: Der Dachraum, das Auto oder der Schuppen werden so unangenehm oder unzugänglich, dass der Marder das Revier meidet. Mechanische Barrieren, Geruchs- und Ultraschallreize sowie konsequente Hygiene greifen dabei ineinander.
Mardervergrämung – Strategie & Ablauf
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Laufwege, Einstiege, Nist- und Ruheplätze identifizieren. Danach folgen Sofortmaßnahmen (Reinigung, Geruchsneutralisation, temporäre Reize) und strukturelle Lösungen (Abdichtung, Barrieren), begleitet von Kontrolle und Nachjustierung.
Barrieren & bauliche Maßnahmen
Spalten und Durchlässe schließen, Gitter an Lüftungen montieren, Bürstendichtungen an Türen/Toren einsetzen und potenzielle „Leitern“ wie Kletterpflanzen oder nahestehende Äste zurückschneiden. Abwehrgürtel an Fallrohren und Pfosten verhindern das Aufsteigen.
Geruchsreize & Flächenbehandlungen
Repellents mit intensiven Duftprofilen an Engstellen, Lauflinien und Eintrittspunkten auftragen. Regelmäßige Erneuerung hält die Abschreckung aufrecht. In Bereichen mit starkem Luftwechsel ggf. dichter in Intervallen arbeiten.
Ultraschall & Störreize
Ultraschallgeräte können als zusätzlicher Störfaktor dienen, wenn Reichweite, Blickfeld und Installationshöhe passen. Periodische Frequenzwechsel reduzieren Gewöhnungseffekte. Die Geräte ersetzen jedoch keine baulichen Sperren.
Auto & Motorraum
Kabelschutz, engmaschige Abdeckungen, Wärmestauflächen vermeiden und bei Bedarf punktuell mit Spray nacharbeiten. Stellplätze auf Geruchsspuren prüfen und reinigen; Parkgewohnheiten variieren.
Erfolgskontrolle
Frische Spuren, Geräusche und Geruchsbelastung dokumentieren. Maßnahmen in Etappen nachschärfen, bis keine Aktivität mehr feststellbar ist. Prävention anschließend beibehalten.