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Gefleckter Pelzkäfer - Attagenus pellio

Vorkommen

Einheimisch, in Nestern, in Lagern und Wohnungen an Wolle, Pelzen, Häuten, Federn, Teppichen, Vorhängen, an trockenen Vorräten wie Trockenfleisch, Tierfutter, Getreideprodukten, in Bienenstöcken...

Wissenswertes

  • In Pelzen werden Haare von unten abgefressen und fallen daher büschelweise aus
  • Larven stellen sich bei Berührung tot (Thanatose)

Aussehen

Gefleckter Pelzkäfer
  • Käfer: 3 - 6 mm, länglich-oval, dunkelbraun-schwarz, je ein weißer Haarbüschel auf jeder Flügeldeckelhälfte, am Hinterrand des Halsschildes mit 3 weißen Flecken, Fühler mit 3-gliedriger Keule
  • Larve: 9 - 12 mm, hell- bis dunkelbraun, langgestreckt, nach hinten verjüngt, dicht anliegend kurz und glänzend behaart, am Ende Hinterende lange bronzefarbene Haarbüschel, mit Pfeilhaaren

Lebensbedingungen

Trockentolerant, Entwicklung ab 15 - 35 °C, opt. 25 °C, überdauern schlechte Bedingungen inaktiv bis zu 1/2 Jahr, -17 °C werden bis 32 h überdauert

Entwicklung

Holometabol, Dauer bei 20 °C ca. 1 Jahr

  • Eiablage: 30 - 50 / Weibchen (max. 100), Ablage einzeln ins Substrat, Ei oval, 0,8 mm, weißlich
  • Larve: bis zu 9 Larvenstadien, Larve bewegt sich ruckartig, lichtscheu, Puppe ca. 5 mm, fein behaart, mit braunen Vertiefungen am Rücken, keine Pfeilhaare
  • Imago: Guter Flieger, besuchen im Freien ab Ende Mai Blüten, kehren zur Eiablage in Gebäude zurück, Lebenserwartung mehrere Monate

Bekämpfung

Gemeiner Speckkäfer - Dermestes lardarius

Vorkommen

An trockenen Tierleichen, in Nestern, an Vorräten wie Räucherwaren, Käse, Felle, Wolle, Häuten, Federn, an Tierpräparaten, auch an Zigarren, Erdnüssen, Kakaokernen..., in Haushalten, Betrieben, Landwirtschaft

Wissenswertes

Reizungen und Allergien durch abgebrochene Larvenhaare möglich

Aussehen

SpeckkäferPhoto by Stefanlindmark, CC BY-SA 3.0
Speckkäfer
  • Käfer: 7 - 9 mm, länglich, schwarz-dunkelbraun, vordere Flügeldeckelhälfte graugelb behaart mit je 3 schwarzen Flecken, Bauchseite grau behaart, Fühler mit 3-gliedriger Keule
  • Larve: 2,5 - 15 mm, sich zum Ende hin verjüngend, Rückseite mit langen, bräunlich gefärbten Haaren, Segmentgrenzen und Bauchseite gelblich behaart, vorletztes Segment mit 2 Dornen

Lebensbedingungen

Relativ trockentolerant, Entwicklung ab 15 °C, opt. bei 25 °C und 65 % rF, vertragen Frost (-7 °C für 2 Monate), im Freiland nur 1 Generation im Jahr

Entwicklung

Speckkäferlarve

Holometabol, Dauer bei 25 °C 48 Tage, bei 15 °C 145 Tage

  • Eiablage: 100 - 200 /Weibchen, Ablage in Gruppen von 6 - 8 ins Substrat, Ei oval, 2 x 0,3 mm, glänzend weiß, Schlupf nach 3 - 12 Tagen
  • Larve: 4 -5 Häutungen in 17 - 24 Tagen, Larven bohren sich zur Verpuppung in halbfestes Material wie Holz oder Mörtel, elfenbeinfarbene Puppe (7 - 10 mm) trägt auch 2 Dornen, Schlupf nach ca. 2 Wochen, Herbstkäfer überwintern in Puppenwiege
  • Imago: Guter Flieger, nachtaktiv, Lebenserwartung bei 25 °C 300 Tage, bei 30 °C 170 Tage, bei 32,5 °C 23 Tage

Bekämpfung

Gemeiner Teppichkäfer - Anthrenus scrophulariae

Vorkommen

In Lagern und Wohnungen an Wolle, Pelzen, Teppichen, Vorhängen, in Tiersammlungen

Wissenswertes

In Pelzen werden Haare von den Spitzen her abgefressen

Aussehen

Gemeiner Teppichkäfer
  • Käfer: 3 - 4,5 mm, gedrungen oval, schwarz beschuppt, Flügeldecken mit 3 wellenförmigen Querbinden aus weißen Schuppen, Flügelnaht und Seitenränder rot beschuppt, unten hell, Halsschild seitlich weiß beschuppt, in der Mitte schwarz, Fühler mit 3-gliedriger Keule
  • Larve: 5 - 6 mm, braun, langgestreckt, größte Breite an den Brustsegmenten, schwarz behaart, Hinterleibsende mit langen Pfeilhaarbüschel

Lebensbedingungen

Trockentolerant, Entwicklung ab 18 - 35 °C und 20 - 75 % rF, opt. 25 °C und 70 - 80 % RH, Larve ist winterhart

Entwicklung

Holometabol, Dauer bei 23 °C 89 - 108 Tage

  • Eiablage: Mai - August Abglage in Gebäuden, Ei oval, 1,5 mm, weiß mit haarigem Fortsatz am Pol, 30 - 40 / Weibchen (max. 80), Schlupf ab Frühjahr bis zum Herbst aus vorjährigen Eiern, Embryonalentwicklung 10 - 18 Tage
  • Larve: Lichtscheu, Larven kriechen ruckartig, ca. 10 Häutungen, teils Überwinterung als Larven (ca. 25 %), die sich dann im Folgejahr verpuppen (Juni - September), teils Entwicklung zur Imago, der in der Larvenhaut verbleibt und dort überwintert, Rückhäutungen beobachtet
  • Imago: Guter Flieger, besuchen im Freien ab Mai - Juni Blüten und fressen Pollen, Lebenserwartung ca. 8 Wochen

Bekämpfung

Kugelkäfer - Gibbium psylloides

Vorkommen

In Hohlräumen und Zwischendecken in Altbauten an pflanzlichen Bau- und Dämmstoffen, in Mühlen, Bäckereien, Kräuterlägern, Museen, Larven fressen an pflanzlichen Vorräten wie Getreide, Backwaren, Trockenfrüchten, Käfer nagen auch an Papier, Leder, Federn...

Wissenswertes

  • Käfer stellt sich bei Berührung tot (Thanatose)
  • Käfer erklettert keine glatten Flächen

Aussehen

KugelkäferPhoto by Gunther Tschuch, CC BY-SA 3.0
Kugelkäfer
  • Käfer: 1,7 - 3,2 mm, eiförmig, rotbraun glänzend, Flügeldecken blasig aufgetrieben, miteinander verwachsen, kurzer Halsschild, unbehaart, Kopf nach unten gerichtet, Fühler und Beine gelb behaart
  • Larve: 3,4 mm, elfenbeinarben, hellbraun behaart, gelbe Kopfkapsel mit braunen Mundwerkzeugen, Körper zur Bauchseite eingekrümmt

Lebensbedingungen

Feuchteliebend, optimal bei 23 - 25 °C und 70 % rF

Entwicklung

Holometabol, Dauer bei 20 °C ca. 7 Monate, bei 23 °C 96 Tage, bei 25 °C und 70 % rF 70 Tage

  • Eiablage: Ei rundlich, 0,5 mm, weißlich mit klebriger Oberfläche, Ablage einzeln in Substrat, 30 - 200 / Weibchen, Larvenschlupf nach ca. 6 Tagen
  • Larve: Larven fressen Eierschale, spinnen, Puppe in Kokon aus Gespinst und Nahrungspartikeln
  • Imago: Flugunfähig, lichtscheu, dämmerungsaktiv, kann bis 50 Tage hungern, Lebenserwartung ca. 10 - 18 Monate

Bekämpfung

Messingkäfer - Niptus hololeucus

Vorkommen

In Hohlräumen und Zwischendecken in Altbauten an pflanzlichen Bau- und Dämmstoffen, in Mühlen, Bäckereien, Kräuterlägern, Museen, Larven fressen an pflanzlichen Vorräten wie Getreide, Backwaren, Trockenfrüchten, Käfer nagen auch an Papier, Leder, Federn...

Wissenswertes

  • Massenbefall oft nach Baumaßnahmen offensichtlich!
  • In Textilien werden Schäden verursacht, es erfolgt aber keine Entwicklung im Substrat

Aussehen

Messingkäfer
  • Käfer: 2,6 - 5 mm, rotbraun mit messinggelber feiner Behaarung und Beschuppung, kugeliger Körper mit rundem Halsschild, der hinten eingeschnürt ist
  • Larve: gelblich-weiß, braungelber Kopf, feine rotbraune Behaarung und roter Längsstrich an beiden Körperseiten, Larven liegen mit nach unten eingekrümmten Hinterleib im Substrat

Lebensbedingungen

Feuchteliebend, Entwicklung ab 10 °C und 50 % rF, opt. bei 19 - 23 °C und 70 % rF

Entwicklung

Holometabol, Dauer bei 20 °C ca. 7 Monate, bei 23 °C 96 Tage, bei 25 °C und 70 % rF 70 Tage

  • Eiablage: ca. 30 - 50 / Weibchen, Ei rund, 0,5 x 0,8 mm, weißlich mit klebriger Oberfläche, Eier werden an Substrat geklebt, Eiablage weit im Substrat verbreitet, Embryonalentwicklung bei 20 °C 15 Tage
  • Larve: 3 Larvenstadien, Puppe 3,5 - 5,4 mm, in eiförmigem Kokon aus Gespinst und Nahrungspartikeln
  • Imago: Flugunfähig, nachtaktiver Wanderer, Lebenserwartung bei 25 °C 10 Monate, bis 18 Monate

Bekämpfung

Silberfischchen - Anthrenus scrophulariae

Vorkommen

An feuchten, warmen, dunklen Orten, auch in Vogelnestern, bevorzugt als Nahrung stärke- und zuckerhaltige Ware wie Grieß, Mehl, Nudeln, Papier, Tapeten (Leim), gestärkte Textilien, können Zellulose oder eiweißhaltige Stoffe verdauen

Wissenswertes

  • Lästlinge
  • Bei stärkerem Befall auch Fraßschäden (Schabefraß, Löcher)
  • Bis 10 Monate hungerfähig
  • Schuppen sind mit Sinneszellen besetzt
  • "Urinsekt"

Aussehen

Silberfischchen
  • Adult: 8 - 11,5 mm, stromlinienförmig, silbrig beschuppt, Unterseite gelblich, peitschenartige Fühler, breiter Brustabschnitt ohne Flügel, 4 Styli auf der Bauchseite, 2 Cerci, 1 langer Schwanzfaden
  • Larve: Junglarve weiß ohne Schuppen, erst nach 2. Häutung beschuppt

Lebensbedingungen

Aktivität ab ca. 10 °C, mind. 30 % rF, Entwicklung gut bei 22 - 32 °C und mehr als 75 % rF, opt. 29 °C und 80 - 100 % RH

Entwicklung

Hemimetabol, Dauer 3 - 4 Monate bei 25 °C, 1 - 2 jahre bei niedrigen Temperaturen

  • Eiablage: Einzelne Ablage von 1 -3 Eiern / Tag, 70 - 160 / Weibchen, Eier 1 mm, oval, weißlich bis rätlichbraun, Ablage April - August, Schlupf nach 4 Wochen bis 2 Monaten
  • Larve: 6 - 7 Larvenstadien (max. 10), Nahrungsaufnahme erst ab 3. Larvenstadium
  • Imago: Nachtaktiv, bewegt sich schlängelnd, flink, auch erwachsene Tiere häuten sich alle 2 - 3 Wochen, Lebenserwartung ca. 3 Jahre, max. 5 Jahre

Bekämpfung

Staub- und Bücherläuse - z.B. Liposcelis divinatorius

Vorkommen

In Lagern, Speichern, Mühlen, Bibliotheken, Haushalten, an feuchtem Getreide, Getreideprodukten, Hefe, schimmeligen Vorräten, Büchern, zoologischen Sammlungen
Nahrung: Pilzmyzel, Sporen, Grünalgen

Wissenswertes

  • Weibchen kann durch Aufschlagen der Bauchseite Klopftöne erzeugen
  • Bei Massenbefall viel dunkler, staubförmiger Kot sichtbar
  • Auch geflügelte Staublausformen und dunklere Arten existent
  • Natürliche Feinde der Staubläuse sind Bücherskorpione
  • Allergiepotential

Aussehen

Bücherlaus (Liposcelis sp.)Photo by S.E. Thorpe, Public Domain
Bücherlaus (Liposcelis sp.)
  • Adult: 2 mm, gelblich hell, lange Antennen, Flügel zu Schuppen reduziert
  • Larve: Eilarve 0,5 mm, Larve und Imago sehr ähnlich

Lebensbedingungen

Entwicklung bei 15 - 37 °C und 20 - 100 % rF, opt. 25 °C und 70 - 90 % rF, Frost kann nur kurz überdauert werden

Entwicklung

Hemimetabol, bei 23 °C 37 Tage, bei 32 - 35 °C 17 Tage

  • Eiablage: ca. 80 / Weibchen, Ablage in Gruppen in Risse und Überzug mit Gespinst, Ei grau-gelblich, rundoval, 0,6 mm, Schlupf nach 11 - 70 Tagen, bei parthenogenetischen Arten 120 - 450 Eier
  • Larve: der Imago sehr ählich
  • Imago: Lebensdauer ca. 60 Tage, mehrere Generationen im Jahr, Schummelrasenweider

Wollkrautblütenkäfer - Anthrenus verbasci

Vorkommen

Einheimisch, in Lagern und Wohnungen an Wolle, Pelzen, Teppichen, Vorhängen, in Tiersammlungen, an trockenen Vorräten wie Trockenfleisch, Tierfutter, Getreideprodukten...

Wissenswertes

  • In Pelzen werden Haare von den Spitzen her abgefressen
  • In Teppichen werden Kettfäden bevorzugt
  • Kleine rundliche oder unregelmäßige Fraßköder
  • Entwicklung auch ohne Freilandaufhenthalt möglich

Aussehen

Wollkrautblütenkäfer (Imago)Photo by André Karwath aka Aka, CC BY-SA 2.5
Wollkrautblütenkäfer (Imago)
  • Käfer: 1,7 - 2,8 mm, rundlich, hell und dunkelbraun gefleckt, Rücken und Bauch dicht beschuppt, Flügeldecken mit 3 undeutlichen, wellenförmigen Querbinden aus weißen Schuppen, Halsschild an Hinterecken und -rand weiß beschuppt, elfgliedrige Fühler mit 3-gliedriger Keule
  • Larve: 1 - 5 mm, gelbbraun, langgestreckt, mit verschieden langen Borsten und Borstenbüscheln besetzt, hellbraune Pfeilhaarbüschel über Hinterende hinausragend

Lebensbedingungen

Trockentolerant, Entwicklung ab 18 - 35 °C und 20 - 85 % RH, opt. 27 °C und 70 - 80 % RH, Larve ist winterhart

Entwicklung

Wollkrautblütenkäfer (Larve)Photo by André Karwath aka Aka, CC BY-SA 2.5
Wollkrautblütenkäfer (Larve)

Holometabol, Dauer bei 20 °C ca. 1 Jahr, max. 2 - 3 Jahre

  • Eiablage: 80 - 100 / Weibchen, Ablage in Gebäuden in Ritzen und Falten am Substrat, Ei oval, 0,3 x 0,6 mm, weißlich, Schlupf ab Frühjahr bis zum Herbst aus vorjährigen Eiern, Embryonalentwicklung bei 20 °C 11 Tage
  • Larve: Lichtscheu, Larven kriechen ruckartig, ca. 10 Häutungen, Kot sandartig, Puppe ca. 4 mm
  • Imago: Guter Flieger, besuchen im Freien ab Mitte Mai Blüten und fressen Pollen, bevorzugt weiße Blüten, Lebenserwartung 1 - 2 Wochen bei 27 °C

Bekämpfung